WC-Kern-Sanierung, Schulzentrum Walldorf

Gestaltung des WC-Vorraums.

Anlass der Sanierung sind die in die Jahre gekommenen WC-Anlagen im Hauptgebäude des Schulzentrum Walldorf. Die teilweise noch aus dem Bestand der 1970er-Jahre stammenden Rohrleitungen sollen dabei zusammen mit den WC-Räumen erneuert werden.

Die Schwierigkeit der Sanierung bestand vor allem in den beschränkten Platzbedingungen des Bestands, da die grundsätzliche Anordnung der Anlagen weiterhin erhalten bleiben soll. Zu der klassischen Mädchen/Jungen-Aufteilung sollen zusätzlich zwei genderneutrale Toiletten im Erdgeschoss angeboten werden.

Die WCs erhalten raumhohe, stabile Kabinentrennwände, die durch Türen mit offenen Oberlichtern ergänzt werden.

Anders als bisher, werden die Urinale der Jungen WCs in abschließbaren Kabinen angeordnet, um den Schülern mehr Privatsphäre zu geben. Die Waschbecken der Vorräume werden als Waschrinne mit jeweils drei Waschplätzen zusammengefasst. Dazu werden großformatige Spiegel eingesetzt.

Die Abbrucharbeiten gehen voran
Eingangselement des Bestandes
Neu geplantes Eingangselement

Die Eingangselemente erhalten eine farbige Vertäfelung aus beschichtetem Holzwerkstoff in den Farben Grün und Blau für Realschule und Gymnasium, in die die Wasserspender und Spülbecken integriert sind, die in jedem Geschoss einmal benötigt werden.

Die von uns neu geplanten WCs sollen sich in das aktuelle Gestaltungskonzept des in der Vergangenheit teilweise sehr überformten Gebäudes einfügen. Durch einen zeitlosen Entwurf und langlebige Materialien, hoffen wir, dass die WCs dem Schulzentrum noch mindestens die nächsten 30 Jahre dienen werden.

Entwurf für ein Landhaus

Vor einigen Jahren wurden wir mit der Entwicklung einer Alternative zum Entwurf eines Fertighausherstellers beauftragt. Auch wenn dieser letztendlich nicht realisiert, sondern in abgewandelter Form durch den Fertighaushersteller umgesetzt wurde, haben wir uns dennoch dafür entschieden, unseren Entwurf für ein Landhaus zu visualisieren, um damit unsere Entwurfsideen zu erkunden und hier zu teilen.

Der Entwurf reduziert das Haus auf seine Grundform und zeichnet sich durch einen einfachen und funktionalen Grundriss aus, der sich auch in der minimalistischen Gestaltung widerspiegelt.

Wir freuen uns darauf, in der Zukunft ähnliche Projekte umzusetzen, die unsere Leidenschaft für gute Architektur weiterführen.

Pflegeheim Walldorf

Teilnahme am Realisierungswettbewerb

Die geplante städtebauliche Kante der dreistöckigen Wohnbebauung entlang der Bürgermeister-Willinger-Straße erfährt durch den Knick am Astoria-Kreisel und den daran angeschlossenen Parkplatz eine Zäsur. Auf der westlichen Seite des Wettbewerbsgebietes bildet die zweizeilige Wohnbebauung mit ihrer kreisförmigen Anordnung eine Art Endpunkt.

Durch die zentrale Erschließung der drei Wohngruppen im Erdgeschoss ergibt sich für uns eine sternförmige Anordnung, die als städtebauliche Vermittlung dienen soll.

Unser Entwurf richtet sich entlang des südlichen Grünzuges aus und bezieht sich auf die dortige Bebauung. Der nord-westliche Flügel wird rechtwinklig dazu angeordnet und unterteilt das Grundstück in mehrere Grünräume, die als Eingangspark oder Gärten fungieren. Alle Zimmer haben so einen eigenen Grünraum vor dem Fenster.

Die Innere Aufteilung folgt dem vorgegebenen Prinzip der zentralen Erschließung und stellt einen begrünten Lichthof in den Mittelpunkt, um den sich die drei Flügel mit den Wohngruppen anreihen.

Die Gruppenräume für Wohnen und Essen öffnen sich in die Flure, zum Lichthof und zu den Gärten hin und die großen Räume im Erdgeschoss öffnen sich ebenfalls zu den Gärten.

Die Seniorenwohnungen gliedern sich – wie das Pflegeheim auch – um einen zentralen, gemeinschaftlichen Ort in der Mitte des Staffelgeschosses. Die Erschließung erfolgt vom zentralen Aufgang aus über Laubengänge. Auf den Dachflächen bietet sich Platz zum urbanen Gärtnern, Feiern, Treffen auf privaten und halböffentlichen Terrassen.

Die Fassade haben wir bewusst einfach und klar gestaltet. Das verwendete Holz verleiht dem Pflegezentrum die gewünschte Wohnlichkeit. Die Nutzung als Wohnung ist klar durch die quadratischen Fenster außen erkennbar und der Eingang und die Gruppenräume erhalten eine raumhohe Verglasung mit davorgestellten, begrünten Balkonen und gliedert damit die große Baumasse.

Auf den tragenden Vollholzwänden und inneren Stahlbetonstützen liegen Stahlbetondecken mit genügend thermischer Speichermasse. Für die Aussteifung sorgen massive Treppenhäuser und Aufzugschächte aus Stahlbeton. Die innere Skelettbauweise sorgt für die notwendige Flexibilität bei einer zukünftigen Nutzungsänderung.

Wohn- und Geschäftsbebauung – Karlsruhe, Schwindstraße

Die expressiv gestaltete Ecke Schwind- und Steinhäuserstraße wird zum Erkennungszeichen dieser mehrgeschossigen Wohnanlage Karlsruher Westen im Bereich des Zentrums für Kunst- und Medienwissenschaften ZKM. Außer 87 verschieden geschnittener Wohnungen enthält die Anlage auch im Erdgeschoß zwei
Gewerbeeinheiten.

LageSteinhäuser- / Schwindstraße
76135 Karlsruhe
Planung und BauleitungWerkgemeinschaft Karlsruhe
Freie Architekten BDA
Bauzeit1998-2001
Fläche8.955 m²
Raum38.973 m³

Fotos von Wilfried Dechau, 2011

Schwesternwohnungen St. Vincentius-Verein – Karlsruhe

In einem vorwiegend von Verwaltungsgebäuden Schulen und dem Vincentius-Krankenhaus genutzten Gebiet im Westen Karlsruhes definiert das Schwesternwohnheim die Ecke Südend- und Steinhäuserstraße.

Fotos von Wilfried Dechau, 2011

LageSüdendstraße 58,
76135 Karlsruhe
Planung und BauleitungWerkgemeinschaft Karlsruhe 
Freie Architekten BDA       
mit Dipl.-Ing. Ingo Post (Bauleitung)     
Bauzeit1992-1993
Fläche2.783 m²
Raum7.925 m³

Verwaltungsgebäude IBM – Karlsruhe

Im Auftrag des Bauträgers Roland Ernst entstand dieses kubische Verwaltungsgebäude für die IBM Deutschland mit Büroflächen für insgesamt 550 Mitarbeiter, einer Cafeteria mit 100 Sitzplätzen, sowie 160 zugehörigen Parkplätzen an einer Karlsruher Einfallstraße.

LageAm Rüppurrer Schloß 1
76199 Karlsruhe
Planung und BauleitungWerkgemeinschaft Karlsruhe Freie Architekten BDA
Bauzeit1972 – 1973
Fläche7.317 m2
Raum35.400 m3

Fotos von Wilfried Dechau, 2011